Agni – der Hüter von Gesundheit und Langlebigkeit im Ayurveda
Von FraWo | 8. Mai 2012 | Kategorie: Ayurveda-Ernährung | 3 KommentareMöchten Sie gesund und fit sein – heute, aber auch noch in 10 oder 15 Jahren und auch dann, wenn Sie noch viel älter werden?
Ayurveda gibt Ihnen einige Hilfsmittel in Ihre Hände, mit denen Sie aktiv etwas für Ihre Gesundheit tun können.
Der Hüter der Gesundheit ist nach Ayurveda Agni.
Im Hinduismus ist Agni der Gott des Feuers – er beschützt das „Opferfeuer“ genau so wie das häusliche Herdfeuer, beides Manifestationen des Feuers außerhalb des Menschen.
Auf einer noch höheren Ebene ist es der alles durchdringende Geist, der Klarheit und Reinheit bringt.
Im Körper des Menschen hat Agni wichtige Funktionen, die Grundvoraussetzung für Gesundheit sind. Er bringt also auch hierhin Reinheit und Klarheit.
Folgende Eigenschaften (Gunas) sind dem Agni zugeordnet:
Heiß, flüssig, beweglich, trocken, leicht, klar, duftend, rein.
Agni hat vielfältige Aufgaben im menschlichen Organismus, so z.B.
· Das Zerlegen der Nahrung in ihre Grundbausteine (z.B. Aminosäuren, Einfachzucker, Fettsäuren, etc)
· Das Aufnehmen dieser Bausteine der Nahrung (Absorption)
· Das Verwerten dieser aufgenommenen Nahrungsbestandteile (Assimilation)
· Die Umwandlung der Nahrung in Energie (Zitronensäurezyklus und geistige Qualitäten)
· Die Wahrnehmung und das Verarbeiten der Wahrnehmungen
· Geistige Klarheit
· Wärmehaushalt
· Die Kommunikation der Zellen untereinander
· Vitalität
· Entgiftungskraft
Diese Liste ist bei weitem nicht vollständig – die Essenz aus allem ist die Langlebigkeit und das „Glücklich Sein“.
Agni hat aber auch einen Gegenspieler – dies ist Ama.
Ama hat die Eigenschaften
Stinkend, trübe, schleimig, klebrig, giftig, und die gegenteiligen Eigenschaften von Agni.
Ama führt zur Stagnation, zu Krankheit, Degeneration u.v.m.
Im menschlichen Stoffwechsel fallen Zwischenprodukte wie Säuren etc. an. Im gesunden Zustand werden diese aus den Zellen über die Zwischenzellflüssigkeit, die Lymphe und das Blut dorthin transportiert, wo diese dann eliminiert werden können, insbesondere also zur Niere, zur Lunge und zur Leber.
Ist Agni stark und achten wir darauf, unseren Organismus nicht durch falsche Ernährung und falsche Lebensgewohnheiten zu überlasten, dann hat der Körper die Fähigkeit, diese Rückstände der Nahrung aus dem Körper auszuleiten.
Im gesunden Zustand wird die Produktion und die Elimination von Stoffwechselrückständen (Mala) sich die Waage halten – entsteht ein Ungleichgewicht, d.h. werden mehr nicht verwertbare Rückstände im Körper gebildet wie ausgeschieden werden können, dann entsteht Ama.
Ama schwächt mit seinen Eigenschaften Agni. Grundursache hierfür sind Dosha-Ungleichgewichte.
Jeder Mensch hat ein eigenes, spezifisches Dosha-Gleichgewicht, also eine ureigene Mischung von Vata, Pitta und Kapha.
Ist diese persönliche Mischung der Doshas im Gleichgewicht, dann ist Agni stark und Gesundheit und Strahlkraft (Ojas) das Resultat.
Ist diese persönliche Mischung der Doshas im Ungleichgewicht, dann wird durch die Zunahme von Ama das Agnis geschächt – Krankheit und mangelnde Strahlkraft sind das Resultat.
Ein schwaches Agni ist z.B. erkennbar an:
· Stark belegte Zunge, Belag schwer abkratzbar,
· Müdigkeit, Lethargie, Lustlosigkeit
· Energielosigkeit
· Verdauungsstörungen wie Blähungen, Verstopfung, Durchfall
· Nicht mehr klar denken können
· Mangelnde Lebensfreude
· Kältegefühle
· Emotionale Verstimmtheit, Melancholie, Depression
Sie können davon ausgehen, wenn einige dieser Zeichen bei Ihnen vorliegen, ist Ihr Agni geschwächt und die für Gesundheit und Langlebigkeit wichtigen Funktionen werden immer mehr eingeschränkt.
Unsere wichtigstes Heilmittel ist die Ernährung. Mit diesem kann jeder Mensch direkt auf seine Gesundheit Einfluss nehmen, wobei es durchaus länger dauern kann. Allergien, Lebensmittel-Unverträglichkeiten und anhaltende Verdauungsstörungen zeigen an, dass eine ayurveda-therapeutische Intervention sinnvoll bzw. notwendig ist.
Leider erkennen viele Menschen nicht, wie sehr ihre Ernährung und ihr Lebensstil sie krank machen – erste Anzeichen der Ungleichgewichte der Doshas werden ignoriert, auch heftigere Krankheitszeichen werden häufig übergangen.
Chronische und degenerative Stoffwechselstörungen, Burnout u.v.m. sind dann oft das Resultat. Eine Panchakarma Kur kann auch in diesem Stadium der Erkrankung eine echte Hilfe darstellen, denn diese hat das Ziel, den ganzen Körper wieder zu reinigen und das Agni zu stärken.
Ayurveda stellt ein langes, glückliches und gesundes Leben demjenigen in Aussicht, der nach den Prinzipien des Ayurveda lebt und sich danach ernährt.
Und ayurvedische Ernährung ist köstlich, so erfahren wir immer wieder von den Kunden des Ayurveda-Hotelchens und von der Ayurveda-Schule.
Auf beiden Webseiten kann man sich auch in eine kostenlose Ayurveda-Rezept-Service-Liste eintragen.
Weitere Informationen zur Ayurveda-Ernährung gibt es zusätzlich auf unserem Ayurveda-Ernährungs-Blog…

Man findet im Internet ja immer nur die Basics zu Ayurveda. Wenn man etwas mehr will, dann muss man immer in die Literatur rein – nicht immer möglich.
Schön, dass endlich mal jemand etwas tiefer geht und zeigt, dass es nicht nur um die ewigen Konstitutionsbestimmungen geht.
Herzliche Grüße,
Anna
Liebe Anna,
meine Zielsetzung beim Schreiben ist es, dass das ayurvedische Wissen verständlich zum “Endvervraucher” kommt – es soll die Menschen motivieren, Ayurveda zu praktizieren. Für viele Menschen ist es notwendig, dass Sie den Sinn und Nutzen für sich erkennen können.
Sind Menschen motiviert, dann werden diese auch vermehrt nach Ayurveda-Anbieter suchen in Ihrer Region. So haben auch diese Anbieter etwas davon.
Haben Sie etwas mit http://www.ayurvedische Heilkunst.de zu tun?
Gerne dürfen Sie mir auch Anregungen für Themen kommender Artikel geben.
Herzliche Grüße
Wolfgang Neutzler
Nur als überzeugte Kundin. Und wenn sich die Möglichkeit anbietet, dann geb’ ich ihre Adresse an. Hoffentlich war das in Ordnung
Die Frau ist klasse und kompetent und ich finde immer, dass solche Leute es verdient haben, bekannt gemacht zu werden. “Mundpropaganda.”
Sicherlich kein lästiges Spamming, nur aus Verbundenheit
LG, Anna